Offenes Denkmal Lukasehäusle

Hoch-Mariele in der Küche »Es riecht immer noch nach Rauch und Speck« – die seit dem Tod von »Hochmariele« Maria Hoch nicht mehr genutzte Küche im Lukasehäusle konnte am Tag des Offenen Denkmals 2017 besichtigt werden. Dank des Entgegenkommens des Eigentümers zeigte die stellvertretende Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins (GHV), Gisela Scherer, die Küche ihrer Großtante – mit dem Text des legendären Tonbands, mit dem »Kappelemariele« (wie sie wegen der benachbarten Martinskapelle auch genannt wurde) nicht nur Herd und Gebrauchsgegenstände, sondern auch die Lebensweise ihrer Vorfahren erläuterte.

Viele Besucher kamen gezielt zur Martinskapelle, um die Küche wiederzusehen, andere wurden eher zufällig auf dieses museale Kleinod aus dem Jahr 1715 aufmerksam. Die Küche heute – Foto: Hanjo Herzog Der Tag des Offenen Denkmals stand 2017 unter dem Motto »Macht und Pracht« – am Sonntag konnte man als Gegenbeispiel das Leben der hart arbeitenden Landbevölkerung kennenlernen.

Der GHV sammelte in der »Arche« und im Lukasehäusle für die beim Trödelmarkt beraubte Stadtkapelle und die mehr als 60 Besucher waren freigiebig, vielleicht, weil sie sich bewusst geworden waren, wie stark sich die Lebensverhältnisse in den letzten Jahrzehnten verbessert haben, aber vor allem aus Solidarität mit der Stadtkapelle.