Siedle-Firmenhistorie trifft auf großes Interesse

Der Lichtbildervortrag des langjährigen Siedle-Archivars Arnold Kienzler fand viele Interessierte. Mehr als 30 Gäste hatten sich im Museum »Gasthaus Arche« eingefunden, um mehr über die Geschichte von Siedle zu erfahren.

Siedle ist heute weltweit führend in der Türkommunikation. Die Anfänge aber lagen, so erzählte Kienzler, in der Gießerei: 1750 begann Mathäus Siedle mit der Fertigung von Komponenten für die Uhrenmanufaktur. Mit der Industrialisierung wandelte sich im 19. Jahrhundert auch der Geschäftsbereich von Siedle. 1890 stieg das Unternehmen in die Elektrotechnik ein, 1935 brachte Siedle die erste Türsprechanlage auf den Markt. Kienzler, der von 1945 bis 1987 bei Siedle tätig war, würzte seinen Vortrag mit persönlichen Anekdoten. Er hatte die schwere Nachkriegszeit hautnah miterlebt. Anschaulich erzählte er, wie man Tauschgeschäfte einging, um Material zu beschaffen und so den Betrieb am Laufen zu halten. Mitgebracht hatte Kienzler auch einige Exponate aus dem Siedle-Firmenarchiv, die seinen Vortrag gut ergänzten. Am Beispiel von Haustelefonen und Türsprechanlagen aus verschiedenen Jahrzehnten erläuterte Kienzler die Entwicklung von Technik und Design. Historische Produktkataloge rundeten die Präsentation ab.

Arche-Museumsleiterin Elke Schön bedankte sich für Kienzlers Engagement. Außerdem dankte sie dem Unternehmen, das für die Bewirtung aller Gäste aufkam. Der Abend fand einen kulinarischen Ausklang bei leckerem Zwiebelkuchen.